Stena Line Challenge 2012 – der letzte Tag
28 Jun
Als wir mit der Personenfähre Älvsnabben in die Göteborger Innenstadt fahren, reißt der Himmel auf und es wird noch einmal richtig warm. Thomas führt uns um die Oper herum, in die Deutsche Kirche , in die traditionsreiche Verkaufshalle Saluhallen und die Prachtstraße Kungsportsavenyn hinauf zum Poseidonbrunnen vor dem Kunstmuseum. Es ist sehr angenehm, als Fußgänger in Göteborg unterwegs zu sein. Die Bürgersteige sind breit, die Innenstadt besteht zum großen Teil aus Fußgängerzonen und der Schnellverkehr wird um die Stadt herum geleitet. Da Schweden im zweiten Weltkrieg keine aktive Rolle spielte, sind die schönen, repräsentativen Gebäude ausnahmslos intakt, und es macht Spaß, durch die von Kanälen durchzogene Innenstadt zu schlendern.
Der Rest des Nachmittags steht zur freien Verfügung. Mitbringsel wollen gekauft werden und jeder entscheidet selbst, welche der Sehenswürdigkeiten, auf die Thomas hingewiesen hat, er sich noch ansehen will. Als ich auf dem Rückweg an der Älvsnabben-Anlegestelle einige Challenger wiedertreffe, erzählt Conny begeistert von der guten Aussicht vom ”Utkiken”.
Dann ist es Zeit, von Schweden Abschied zu nehmen und auf der Stena Germanica einzuchecken. Die Fähre ist ziemlich gut gebucht, so dass es etwas dauert, bis wir im Konvoi auf das Autodeck fahren. Kurz die Kabine aufsuchen, dann treffen wir uns alle auf dem Sonnendeck, wo uns Martin, Stena Lines Kieler Marketingchef, und Arne, Chef des Passenger Handling, gespannt in Empfang nehmen. Bei einem Drink werden die ersten Eindrücke und Anekdoten der Tour erzählt. Es ist herrlich, bei dem sonnigen Wetter oben an Deck zu stehen und zu spüren, wie sich die Fähre sacht in Bewegung setzt.
Bald ist es Zeit zum Abendessen. Diesmal nehmen wir im Büfettrestaurant Platz. Das Essen schmeckt fast so gut wie unser Abschiedsbüfett in Marstrand. Allerdings gibt es hier Softeis. Als Simone mit einer überdimensionalen Portion vorbeigeht, tönt ein Raunen durch die Menge. Sie kontert, ohne zu zögern: ”Das Ventil an der Eismaschine ist kaputt!”
Nach dem Essen versammeln wir uns an einem ruhigen Plätzchen. Endlich ist die Zeit gekommen für die Verkündung der drei Siegerteams. Wer hat Platz 1, 2 und 3 gemacht und darf sich “Challenger des Jahres 2012″ nennen? Wir stellen die Stühle zu einem Kreis zusammen. Passend zur Feier des Tages wird Sekt ausgeschenkt. Die Spannung ist spürbar. Jetzt zeigt sich, wer die besten Votings beim Foto des Tages, der Lösung der Extraaufgabe, der verschiedenen Kreativaufgaben erzielt hat und wer am häufigsten zum Team des Tages gewählt wurde. Martin verkündet unter tosendem Beifall, welche drei Teams sich ihren Challenge-Pokal verdient haben. Platz 3: Ute und Wolfgang (Team Willich), Platz 2: Petra und Henry (Team Neumarkt) und Platz 1, und das kommt für die meisten nicht unerwartet: Simone und Marco (Team Glissen)! Herzlichen Glückwunsch!! Es spricht für diese wunderbare Gruppe, dass alle den drei Teams den Sieg gönnen. Es wird gelacht, beglückwunscht und umarmt, keinerlei Missgunst kommt auf. Was hat uns diese Reise in so kurzer Zeit zusammen geschweißt…
Den Rest des Abends feiern wir an der C-View-Bar und später auch noch einmal oben an Deck, bis es Zeit wird, sich hinzulegen. Was für eine Truppe!
Pünklich um 9 Uhr legt die Fähre heute in Kiel an, und wir freuen uns, dass wir auf einer Sonderspur vom Gelände fahren dürfen. Es steht noch ein letzter Termin bei unserem Partner HOBBY in Fockbek an. Dort nehmen uns Thomas Neubert und Thomas Jerzembeck in Empfang. Nach einem Begrüßungsgetränk führen sie uns durch die umfangreichen Werkshallen. Wir werden Zeugen davon, wie Bezüge genäht, Polster gefüllt, Seitenwände zurechtgeschnitten und -geleimt werden und dürfen in halbfertige Modelle hineinklettern. Großes Interesse erfährt besonders das neueste Wohnmobilmodell. Birgit und Chris wollen offensichtlich gleich drin bleiben. Im Anschluss an die Werksführung sind wir noch zu einem Imbiss geladen und jeder erhält eine HOBBY-Sporttasche. Herzlichen Dank!
Jetzt ist es Zeit für die Abschiedsreden, und schließlich ist der Moment gekommen: Die Challenge ist zu Ende, wir müssen uns verabschieden. Es war so eine intensive Zeit und der Abschied geht einigen von uns wirklich nahe, dass so manche Träne fließt. Aber Jürgen und Christine haben schon ein Wiedersehen geplant, und zwei Teams haben sich schon für einen gemeinsamen Urlaub verabredet. Wir sind uns alle einig: Es war eine super Reise, nicht zuletzt dank der wunderbaren Teams. Gute Heimreise, liebe Challenger 2012!

























Herzlichen Glückwunsch an die Siegerteams!!
Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, die Challenge zu verfolgen und die spannenden und witzigen Blogeinträge über diese nette Reisetruppe zu lesen. Die Vorfreude auf die Challenge 2013 steigt!